Vier Mal um die Erde – plus einmal nach Australien
Gießen(pm). „Ich bin völlig überwältigt über den Zuspruch, den wir mit der Aktion erreicht haben.“ Der 6. Socialride zur Tour der Hoffnung hat seit seinem Start am 19. Juli seine eigenen Rekorde gebrochen. Einen Tag nach dem Ende am Sonntag um Mitternacht hat Organisator Wolfgang Rinn zusammengerechnet: 599 Radsportlerinnen und -sportler haben insgesamt 176.780 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht einer Distanz vier Mal um die Erde und dann noch von Gießen bis nach Alice Springs mitten in Australien. Die Idee dazu ist in der Corona-Pandemie entstanden. Nach Lust und Laune alleine oder im Team werden in neun Tagen 333 Kilometer zurückgelegt und für jeden gefahrenen Kilometer freiwillig zehn Cent an die Tour der Hoffnung zugunsten krebskranker Kinder und Jugendlicher überwiesen. „Der Socialride erreicht bundesweit eine Radcommunity, die sich ohne Zögern der guten Sache angenommen hat und nachhaltig vom Tour-Virus infiziert worden ist“, berichtet Wolfgang Rinn, der auch der zweite Vorsitzende des Vereins Tour der Hoffnung ist e. V. ist. „Wer da mal dabei war, wird dieses Virus nie mehr los.“ Die 42. Tour der Hoffnung findet diesmal vom 7. bis 9. August statt und führt durch Mittehessen sowie zwei Tage rund um das Rhein-Main-Gebiet, durch Südhessen bis nach Oggersheim in Rheinland-Pfalz. Die Plätze hierfür sind aus organisatorischen auf rund 150 Radlerinnen und Radler beschränkt.
Sonntagnacht wurde gleich der Kassensturz für den 6. Socialride zur Tour der Hoffnung gemacht. Die Statistiken sind beeindruckend: Insgesamt sind 3009 Einzeltouren unterschiedlicher Länge gemeldet worden. 43.397 km sind von Frauen und 132.441 km von Männern zurückgelegt worden. Top eins bei den Frauen ist Julia Schallau aus Gießen 1254 km) und bei den Männern Kai-Uwe Gerstenberger aus Bielefeld (1125 km). Stärkstes Team war der RV 1904/27 Gießen Kleinlinden mit 11457 km.
Auch organisatorisch war der 6. Socialride eine Herausforderung: „Zum Update aller Beteiligten wurden über die Zeitspanne von neun Tagen circa 4500 Mails verschickt“, ergänzt Wolfgang Rinn. Soviel zur Statistik, was das Ergebnis und ehrenamtliches Engagement betrifft. Die Spendenumdrehung wird laut dem Organisator jetzt richtig in Fahrt. Deshalb wird auch das Ergebnis zum Spendenerlös erst am Prolog zur 42. Tour der Hoffnung am Donnerstag, 7. August, gelüftet. Alleine im vergangenen Jahr kam eine Spendensumme in Höhe von 50.001 Euro zusammen. Die bisherigen fünf Socialrides erzielten zusammen bislang schon 134.000 Euro. Am Samstag fand zum Abschluss eine Gruppenfahrt mit 85 Teilnehmerinnen und -nehmern in drei Gruppen zwischen 35 und 55 Kilometern statt. Viele hatten das bekannte grüne Tour der Hoffnung-Trikots an. Die Strecke führte durch Pohlheim über Reiskirchen bis Lich durchs Gießener Land und wieder zurück nach Gießen zur Möbelstadt Sommerlad ins Schiffenberger Tal. Dort hatte das Unternehmen als langjähriger Partner der Tour der Hoffnung ein Fest auf die Beine gestellt, bei dem auch die Sängerin Ingi Fett für Stimmung sorgte. Höhepunkt der Abschlussveranstaltung waren zwei Scheckübergaben: Petra Behle, Schirmherrin der Tour der Hoffnung, und Wolfgang Rinn durften von Dominik und Frank Sommerlad für das Unternehmen „Möbelstadt Sommerlad“ eine Spende in Höhe von 17.095 Euro entgegennehmen und Mara Urich übergab als Geschäftsführerin von „Der Gastropate“ und der „Schiffenberger Talstation“ einen Scheck in Höhe von 1500 Euro. Weitere Informationen zum Socialride und zur Tour der Hoffnung unter www.tour-der-hoffnung.de.

